Faustballerinnen schaffen den Aufstieg in die Bundesliga

Der Nord-Vizemeister gewinnt die Aufstiegsrunde vor eigenem Publikum. Im nächsten Sommer steigt erstmals das Abenteuer im deutschen Oberhaus.

2016_Aufstieg FB

Gegen keine geringeren Gegner wie die Finalteilnehmer um die Deutsche Feldmeisterschaft mit dem neuen Titelträger TV Jahn Schneverdingen und dem Ahlhorner SV werden unter anderem im kommenden Sommer die Ohligser Faustballerinnen antreten dürfen. Denn der Faustball-Zweitligist schaffte vor kurzem das kaum Erwartete. In den letzten vier Jahren seit dem Aufstieg in die Zweite Bundesliga hieß das Saisonziel immer nur der Klassenerhalt. Der wurde meist auch immer nur so gerade erzielt. In der letzten Hallensaison dann schon das erste Aha-Erlebnis mit dem Erreichen des fünften Tabellenplatzes. Die Feldsaison endete etwas überraschend mit dem zweiten Platz in der Zweiten Bundesliga Nord hinter dem Spitzenreiter TSV Bayer 04 Leverkusen. Dies bedeutet das Teilnahmerecht an der Bundesliga-Aufstiegsrunde, wo sich die jeweils beiden Ersten der Zweiten Ligen Nord und Ost zum Turnier um die beiden Aufstiegsplätze treffen. Nach vielen Einzelgesprächen entschied sich das Team zur Ausrichtung der Aufstiegsrunde auf der Faustballanlage Homannstraße in Wuppertal-Vohwinkel.
Der Start in das Turnier mit den Partien "Jeder gegen Jeden" verlief mit der 1:3-Niederlage gegen Leverkusen etwas holprig. Doch dann wurde der Ostzweite TSV Essel mit dem gleichen Ergebnis besiegt. Und da die beiden anderen Begegnungen ebenso ausgeglichen verliefen, waren alle Mannschaften vor den letzten beiden Spielen jeweils mit einem Sieg und einer Niederlage behaftet. Der jeweilige Sieger der letzten beiden Spiele würde also aufsteigen. Nach verlorenem ersten Satz mit 8:11 zündeten die OTV-Frauen ihren Turbo und besiegten den Ostmeister TSV Bardowick danach zum 3:1-Sieg mit 11:4, 11:6, 11:6. Der OTV war damit im Oberhaus, was 2016_1.Liga Aufstieg OTV_Lea_Ingaanschließend Leverkusen mit dem gleichen Spielergebnis gegen Essel auch noch schaffte. "Die Mannschaft hat sich das durch eine gute Abwehrarbeit sowie zwingende Angriffsleistungen verdient erarbeitet", war Betreuer Timo Schatzschneider mehr als froh. Er teilte sich in dieser Saison die Betreuung des Frauenteams mit Vereinssportlehrer Hartmut Maus sowie seinem Zweitliga-Teamkameraden Christoph Groß. "Die Vielschichtigkeit der Gründe für den Aufstieg ist gegeben: Am Ende hat es die Ausgeglichenheit des Kaders, die gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen sowie die höhere physische und psychische Präsenz ausgemacht", fällt das Resümee des Betreuerstabs ausgewogen aus. Zu diesem Stab gehört auch Peter Koshorst, der den Kader bereits über einen längeren Zeitraum auch mitcoacht.
Am 13. November startet nun die Zweitliga-Saison im Hallenfaustball mit sieben Mannschaften, die sich in sechs Spieltagen gegenüberstehen. Das Erlebte der Feldsaison steigert bereits die Vorfreude auf den Winter.
Hartmut Maus