Gold und Silber bei der U18 Faustball-Weltmeisterschaft in den USA

Jacqueline Börste wird Weltmeisterin in Roxbury/New Jersey. Mit dabei Hartmut Maus als Trainer sowie Katrin Gewinner und Gerrit Höckmann im Betreuerstab. Christopher Hafer holt nach der Finalniederlage gegen Brasilien den zweiten Platz.

2018_U18 WM SG

Die Mädchen mit dem überaus knappen Endspielerfolg gegen Brasilien verteidigen ihren Titel von 2016 in Nürnberg. Nach insgesamt fünf Matchbällen im finalen fünften Satz war das Glück dann aufseiten von Schwarz-Rot-Gold. Nach furiosem Auftakt der deutschen Mannschaft fanden die Südamerikanerinnen schnell die Gegenmittel gegen die deutsche Angriffsflut und punkteten ihrerseits mit geschickten Angriffsschlägen. Doch im vierten Satz gelang dem deutschen Team wieder mehr und es kam zum Satzausgleich. Im Entscheidungssatz wogte das Spiel hin und her. Mit einer 6:5-Führung für das deutsche Team wurden die Seiten gewechselt. Beim 9:7 schien der Sieg schon greifbar. Doch Brasilien stemmte sich immer wieder dagegen. Am Ende gewann das bessere Team. Jacqueline Börste, für die es nach dem letztjährigen EM-Titel nun auch Gold bei der Weltmeisterschaft gab, erfüllte sich ein Traum. Sie kam im Finale zu einem kurzen Einsatz, der das deutsche Team im Angriff entlastete. Sie bestritt alle fünf WM-Spiele und kommt nun altersmäßig nach zwölf Länderspielen aus der Jugendklasse heraus. "Bei dieser Stimmung den Titel gewinnen ist einfach ein Riesenerlebnis. Wir sind ein Superteam und haben diese Medaille auch redlich verdient", resümierte die siebzehnjährige großgewachsene Angreiferin ihre Impressionen. Das Team des Weltmeisters wurde zudem vom Vereinssportlehrer Hartmut Maus, der Athletiktrainerin Katrin Gewinner sowie vom Physiotherapeuten Gerrit Höckmann betreut. Für Hartmut Maus ist es bereits der siebte Weltmeistertitel als Bundestrainer mit U18-Teams.
Etwas enttäuschter war dann schon der Ohligser Christopher Hafer. Mit recht wenigen Einsätzen konnte er zu wenig zur Silbermedaille der deutschen Jungs beitragen. Bereits schon mit Welt- und Europameistertiteln dekoriert, erfuhr Hafer zumindest in der Vor- und Zwischenrunde Einsatzzeiten. "Die Brasilianer waren heute eine Nummer zu groß für uns", fand er nach der Finalniederlage schnell die Fassug wieder. Mit 14 Länderspieleinsätzen verlässt der achtzehnjährige Abiturient auch aus Altersgründen die Jugendklasse.
Hartmut Maus