Tolles Erlebnis für die Turnerinnen: Niederrhein Cup 2022

Die Ohligser Kür-Turnerinnen freuten sich auf unterschiedliche Wettkampfmodi, die der Tönisvorster Niederrhein Cup zu bieten hatte. Erstmals wieder seit 2019 ging es am ersten Wettkampf-Tag in einen der Gerätemehrkampf für die LK 3 Turnerinnen, der mit einer wunderbaren Siegerehrung endete, und die Gerätemehrkämpfe in der LK2 (der Leistungsklasse mit den schwierigeren Anforderungen) die als Gerätefinalqualifikation für den Sonntag dienen.

Der Samstag begann für Anneke Schmitz und Mia Monteforte mit ihren LK 2 Mehrkämpfen. Das Erreichen von Platz Acht an jedem Gerät in der Einzelauswertung des Vierkampfes war da die Startberechtigung für die „Finals“ am Sonntagmorgen. Mia erwischte in ihrer Altersklasse ein großes und sehr starkes Teilnehmerinnenfeld und startete erstmalig in dieser schwierigeren Klasse. Die Aufregung war groß und ließ am Ende Platz 14 auf der Urkunde stehen. Anneke hatte es in einem kleineren Starterinnenfeld auch nicht leicht, der Stufenbarren und der Schwebebalken (unser aktuelles Zittergerät) liefen nicht so gut. Dennoch hatte sie sich mit Platz Sechs im Mehrkampf sogar an jedem Gerät einen Platz im Finale am Sonntag erturnt.

Im zweiten Durchgang gingen dann die Mädels der LK 3 an den Start. Hannah Busse, Thea Riemenschneider, schon erfahren in Kür Wettkämpfen durch ihren Start in der RTB Liga im Aachener Team, gingen da selbstbewusst an den Start. Bei Viviana La Scala und Emily Schwarz war die Aufregung schon größer, war es doch für beide der erste richtige Mehrkampf nach Corona und für Emily der erste Wettkampf mit der neuen, eigenen Choreografie am Boden. Dort ging es auch direkt in den Wettkampf. Es lief zwar nicht alles nach Plan, aber die Wertungen waren zufriedenstellend. Es folgte der Sprung, wo Viviana sich überwinden konnte und zwei gültige Sprünge absolvierte.

So ging es mit gutem Selbstbewusstsein an den Stufenbarren. Dort wagte Hannah ein schwierigeres Element, die freie Felge, und konnte mit sich zufrieden sein. Der Riegenwechsel zum letzten Gerät, dem Zitterbalken stand an. Und dann gab es ein noch größeres Erlebnis! Beim Riegenwechsel marschierte die Riege am Organisationstisch vorbei und dort saß die Olympiateilnehmerin Sarah Voss! Eines der großen Vorbilder der Mädchen! Der Druck am Balken war groß, aber alle Vier meisterten das letzte Gerät mit solch einem Besuch in der Halle sehr gut. Nur kleine Fehler und wenige Stürze ließen dann auf gute Gesamtergebnisse hoffen.

Noch größer war die Freude, als die Siegerehrung durch Sarah Voss persönlich vorgenommen wurde! Beim Überreichen der Urkunde waren die tollen Ergebnisse der Mädchen fast Nebensache für sie geworden. Das Autogramm auf den Barrenriemchen oder dem Riemchenbeutel sowie das Bild mit dem Idol waren das Highlight des Tages.

Aber auch die Ergebnisse unserer Vier konnten sich sehen lassen. Emily Schwarz erreichte Platz 10, Viviana La Scala freute sich über Platz 8, Thea Riemenschneider kam auf Platz 5 und Hannah Busse wurde die Schärpe mit Platz 2 von Sarah persönlich umgelegt.

Am Sonntag ging es für Anneke in den vier erturnten Gerätefinals weiter. Gegen Turnerinnen unter anderem aus dem Stützpunkt Gymnfinity in Kaiserslautern ging sie an den Start. Ziel an diesem Tag: die Ergebnisse des Vortages zu verbessern. Und das gelang ihr an drei Geräten sehr gut. Teilweise mehr als zwei Punkte konnte sie gegenüber dem Vortag gut machen. Allerdings musste sie auch erkennen, wie kräftezehrend ein solcher Wettkampf über zwei Tage ist. Platz 6 war es jeweils am Boden, Balken und Barren - und sogar Platz 4 am Sprung!
Karen Grimm