Paddel- und Wanderurlaub in Mooslandl 2014

OTV-Kanuten auf Paddel- und Wanderurlaub in der Nationalregion Gesäuse in Österreich im Sommer 2014.

 

Paddel – und Wanderurlaub in Mooslandl

Am 12.07.2014 machten sich einige OTV – Kanuten auf nach Österreich zum Paddeln und Wandern in die Nationalregion Gesäuse. Das ,,Gesäuse“ steht für: Wildes Wasser und Steiler Fels. Eine kurze Erklärung zum Gesäuse:

Die etymologische Wurzel für den alpinen Überbegriff ,,Gesäuse“ ist nachweisbar nicht dokumentiert. Die Überleitung des Begriffes ,,Gseys“ (aus dem Slawischen oder einer Vermischung mit dem bayrischen Wortschatz) zu ,,Gesäuse“ wird 1811 belegt und bezieht sich wohl auf jenes Sausen und Brausen der Enns, deren ungestümes Wasser einen bis zu 1800 Meter tiefen Canyon durchfließt. Die rund 17km lange Wildwasser – und Schluchtenlandschaft beginnt östlich von Admont und reicht bis nach Hieflau.

Auf den wunderschönen Campingplatz mit Badesee in Mooslandl kamen mehrere Kanuvereine zusammen. Das kleine idyllische Örtchen wurde von ca. 80 Paddlern aus NRW für kurze Zeit besiedelt.

Sonntag, den 13. 07.2014 paddelten Aaron und Lena neun Kilometer auf der Steyer und Heiko 17 Kilometer auf der Salza von Wildalpen bis Erzhalden.

Claudia, Thomas und Petra machten eine Wanderung auf den Geopfad durch die Nothklamm.

Am Montag paddelten Aaron und Lena auf der Enns acht Kilometer und Heiko paddelte auf dem Erlauf.

Bei wechselhaften Wetter mit Sonne und Regen wanderten Claudia, Thomas, Martina, Petra und ich den Hüttenrundweg im Johnsbachtal. An der 900 Jahre alten Kölbalm machten wir Rast und waren begeistert von dem gut erhaltenen Sennerhäuschen. Weiter ging es durch die reiche Almflora zur Ebneralm, von der wir einen gigantischen Blick bei Sonnenschein auf die schöne Landschaft genossen. Der Abstieg führte durch die Klamm mit etwas Regen.

Den Tag ließen wir am Abend beim gemütlichen Beisammensein ausklingen.

Am nächsten Tag paddelten Lena und Heiko den Hiwi – Bach und Aaron die Salza. An diesen sonnigen Tag machten wir eine Wanderung zum Forstmuseum in Großreifling, wo wir erfuhren, dass bis 1957 im Gesäuse noch geflößt wurde.

Am Mittwoch zog es einige Wanderleute zum Gipfel hinauf. Bei warmen und sonnigem Wetter wanderten wir auf den Kaibling. Der Aufstieg begann an der Oberst – Klinke – Hütte in 1486 Meter Höhe. Der Weg zum Gipfel schlängelte sich durch schroffes Gelände und gewann rasch an Höhe. Bei strahlenden Sonnenschein kamen wir auf dem Gipfel an. Unsere Brotzeit ließen wir uns in 2196 Meter Höhe schmecken. Der Abstieg über Speikboden war zum Teil wirklich schwierig. Belohnt wurden wir durch den Anblick einiger Gämsen, die wir in Sichtweite beäugen konnten. Wieder an der Oberst – Klinker – Hütte angekommen, stärkten wir uns mit Fritatensuppe und Kräuterlimonade.

Unsere Paddler waren auf der Salza und dem Hiwi – Bach unterwegs.

Am Donnerstag wurde durch das Schwabeltal gewandert. Gepaddelt wurde wieder auf der Salza, ein hervorragend schöner Wildwasserfluss mit glasklarem Wasser.

Am nächsten Tag besuchten Claudia, Thomas, Petra und ich die Geowerkstatt. Dort wurden Bachsteine geschnitten und geschliffen, für jeden von uns ein persönliches Souvenir und Amulett. Anschließend wanderten wir durch die Nothklamm zur Kraushöhle, eine unterirdische Wunderwelt, wo man von Tropfstein und unzähligen im Licht (Taschenlampe) glitzernden Gipskristallen fasziniert wird.

Die Paddler zog es wieder auf die Salza, 23 Kilometer wurden von Brunntal bis Erzhalden gepaddelt.

Am letzten Tag paddelten Claudia und Heiko auf der Salza, Lena und Aaron auf dem Hiwi – Bach ca. 900 Meter mit 75 Stufen, eine Stufe davon ist drei Meter hoch – super sportlich! Martina, Petra,Thomas und ich entschieden die Wanderung bei 36Grad abzubrechen, es war zu steil und zu heiß!

Den Rest des Tages verbrachten wir am und im Badesee am Campingplatz.

Es war ein schöner Paddel – und Wanderurlaub. Alles war super organisiert. Es wurde sogar ein Kanu – Polo – Turnier am Badesee ausgerichtet. Lena und Aaron absolvierten den ,,Europäischen Paddelpass“ . Alle hatten viel Spaß und Freude.


Antje Affeldt