Reise durchs beschauliche Brandenburg

Paddeln für Genießer im Havelland

 

Reise durchs beschauliche Brandenburg

Im Rückblick gesehen meint man, auf Fontanes Spuren unterwegs gewesen zu sein, obwohl ich nicht annehme, dass der Dichter und Poet ein Freund des Paddelsports war. Jedenfalls zeigten wir vier unternehmungslustige Burschen Michael, Robert, Ulli und ich uns recht angetan, was die Prignitz im Bundesland Brandenburg an landschaftlicher Abwechslung bietet. Für Ulli war das allerdings nichts Neues, denn er ist hier geboren und nach über zwanzig Jahren im Rheinland verbrachten Jahren inzwischen wieder zurück zu den Wurzeln umgesiedelt. In Erinnerung an alte Freundschaften haben wir ihn in seiner Heimat besucht – natürlich nicht, ohne einen Canadier dabei zu haben, in dem wir es uns zu dritt bequem machen konnten.

Auf diese Weise sind wir nicht nur der Stepenitz auf ihrem mäandernden Lauf Richtung Perleberg gefolgt, sondern haben auch in Havelberg die verschiedenen Stadtteile auf dem Wasser befahren. Wer Ruhe und Entspannung sucht, sollte diesen Winkel Ostdeutschlands mal für eine Reise in Erwägung ziehen. Die unendlich scheinende Weite, die dünne Besiedelung, urbane Dörfer mit gepflasterten Steinen noch aus der Zeit der Pferdewagen und im Kontrast hierzu schick renovierte Altstadtkerne mit kleinen Geschäften und gepflegter Gastronomie sollten Argumente sein. Und wer nicht paddeln kann oder möchte, sollte zumindest das Fahrrad dabei haben, denn das sanfte Hügelland lädt förmlich dazu ein, auf zwei Rädern durch Wiesen, Felder und dichte Eichenwälder zu rollen.

( In Havelberg kann man auf verschlungenen Kanälen und dem Hauptstrom kreuz und quer durch die Stadt paddeln. Gegenüber vom Hafen gibt es sogar einen Sandstrand für ein kühles Bad nach dem Paddeln.)


Peter Wieland