Kanutour zum Wildwasser nach Korsika

Erfahrungsbericht über eine Wildwassertour nach Korsika

Korsika

 

Die Kanuabteilung des OTV fuhr Ostern nach Karlsbad. Da aber keiner von unserer Jugend dort mitfuhr, hatte ich entschieden, mich dem Kanu Klub aus Langenfeld anzuschließen.

Am Freitag, den 22.03.13, luden wir die Boote auf und am Tag darauf, Samstag den 23.03., fuhren wir mit 17 Booten und 19 Mann um drei Uhr morgens zum Fährhafen nach Toulon. Nach ungefähr 14 Stunden – und wahrscheinlich ebenso vielen Mautstellen – kamen wir um ca. 17 Uhr in Toulon an. Auf der Fähre gab es dann so um 19 Uhr ein, von uns selbst mitgebrachtes, Buffet – natürlich mit Baguette. Am späten Abend versuchten wir dann irgendwie auf der Fähre zu schlafen und waren dann nach 11 Stunden am Sonntag in Korsika, genauer in Bastia, angekommen. Sofort waren wir von der Schönheit der wilden Landschaft Korsikas überrascht.

Am ersten Tag – Sonntag – ging es auch schon, nachdem wir unsere Zelte aufgebaut hatten, auf den Asco paddeln, auf Wildwaser I-III – eigentlich für alle machbar. Es stellte sich aber, am Ende der zehn Tage, heraus, dass diese Fahrt mit zehn Kenterungen – drei von mir – unsere katastrophalste war. Am Abend wurden wir dann mit Spaghetti und Tomatensauce entschädigt.

Am darauf folgenden Tag – Montag – fuhren nur unsere sechs Crecks Tobias, Martin, Christian, Marco, Rene und Kai das obere Stück des Ascos, Wildwasser IV-V. Alle anderen gammelten entweder auf dem Zeltplatz rum oder fuhren, wie ich, weitere Flüsse in unserer Nähe scouten.

Die nächsten zwei Tage paddelten wir Tartagine, Wildwasser I-III, und Tavignano, Wildwasser II-III, bzw. unsere Crecks paddelten am Mittwoch den Golo, Wildwasser IV-V.

Am Donnerstag suchten wir einen neuen Zeltplatz im Süden Korsikas nahe der Stadt Propriano. Die

Suche war schwieriger als erwartet, denn jeder Zeltplatz machte entweder am Tag darauf auf oder erst im Sommer auf - bis auf einer. Da wir aber zu viel Zeit damit verbracht hatten, einen Campingplatz zu finden, gingen wir wieder auf die Suche nach geeigneten Flüssen. Leider mussten wir die Erfahrung machen, dass alle Flüsse nur sehr wenig Wasser hatten und haben nach vier Stunden Kurvenfahren – die Straßen verliefen an den Bergen – nur einen fahrbaren Fluss gefunden, den Rizanese. Der Rizanese hatte immerhin Wildwasser III. Natürlich waren wir am nächsten Tag auf diesem Fluss paddeln.

Am Tag darauf, am Samstag, wollten wir den Rizanese ungern noch einmal befahren, weil wir ihn schon kannten und er somit nicht mehr sehr reizvoll erschien. Deshalb beschlossen wir die Hoffnung noch nicht aufzugeben und suchten auch an diesem Tag nach Flüssen mit einem geeigneten Pegelstand. Nachdem wir einen Berg rauf, auf ungefähr 1200 Höhenmetern, und wieder runter gefahren sind und nach einer landschaftlich schönen Fahrt, kamen wir nach sechs Stunden zu dem Ergebnis, dass wir auch morgen wieder Rizanese fahren mussten. Gesagt, getan. Ostersonntag fuhren wir wieder Rizanese.

Ostermontag durften wir dann schon um sechs Uhr morgens aufstehen, denn unsere Fähre fuhr um zehn Uhr von Ajaccio ab. Um 17 Uhr kamen wir dann, nach einer etwas langweiligen Schiffsfahrt, in Toulon an. Nach einer zweistündigen Autofahrt suchten wir uns in einer kleinen französischen Stadt – der Name ist mir leider entfallen – ein Restaurant, in dem wir unser Abschiedsessen zu uns nahmen. Wobei ich sagen muss, dass unser selbst gekochtes Essen auf dem Zeltplatz besser geschmeckt hat. Nach dem Essen fuhren wir weiter und nach ca. zwölf Stunden waren wir am Dienstag um elf Uhr wieder in Langenfeld.

Zum Schluss will ich noch sagen, dass diese Tour sehr viel Spaß gemacht hat und ich wirklich begeistert bin von Korsikas Flüssen, der Insel selbst und vom Kanu Club Langenfeld und ihren Mitgliedern.

 

Arnold Affeldt